Jörg Ramsauer Literatur, Natur, Sport

Mein Meerwasser Filterbecken aus Holz

Oktober 7

Die Anregung zu diesem Selbstbau lieferte BEHRE (2000). Für mein neues Hauptbecken mit den Maßen 1 m x 0,80 x 0,80 sollte ein passendes Filterbecken entstehen, das den gesamten Hohlraum unter dem Gestell ausfüllt. Das Filterbecken wurde ebenso wie bei Marc Languet nicht als reines Filterbecken, sondern eher als zweites Becken mit entsprechender Beleuchtung konzipiert.

Zunächst wurden im Baumarkt mitteldichte Faserplatten (MDF) in 19 mm Stärke auf Maß zurechtgeschnitten. Anschließend erfolgte die Verschraubung mit gleichzeitiger Verklebung der Seiten. Bei MDF Platten ist darauf zu achten, dass die Schrauben nicht in das Holz geschraubt werden dürfen, ohne dass vorher ein ausreichend tiefes Loch gebohrt wurde, da sonst die Gefahr von Rissen auftritt. Ich habe im Abstand von 5 cm entsprechende Löcher gebohrt. Anschließend wurden die Seiten mit wasserfestem Holzleim verklebt und verschraubt.

Nun erfolgte die Anwendung des Kunstharzes. Dabei handelte es sich um ein Laminierharz auf Orthophtholsäure-Basis. Ich verwendete flüssigen Härter, da die in der Literatur befndlichen Angaben von 1-2% Härterzugabe bei festem Härter und bei einem geringen Ansatz sich nur schwer umsetzen lassen. Nach einiger Übung habe ich auf eine definierte Einwaage des Härters verzichtet. Es sind keinerlei Probleme bei unterschiedlichen Härterzugaben zu erwarten. Lediglich die Beschleunigung der Aushärtung wird dadurch verändert. Zu Beginn der Anwendung ist eine annähernd korrekte Einwaage anzustreben, damit man den Prozeß der Härtung beobachten und sich mit den Materialeigenschaften auseinandersetzen kann. Mit zunehmender Anwendungsdauer kann man dazu übergehen, ein wenig mehr Härter zusetzen, um den Prozeß der Aushärtung zu beschleunigen.

Zum Anmischen der Lösung habe ich ein Einmachglas und einen Bohrer samt Quirl verwendet. Die beim Quirlen auftretenden feinen Luftbläschen verschwinden beim Auftragen wieder, so dass man hier nicht zu vorsichtig sein muß.

Auf jeder Beckenseite sollten 3 Schichten verarbeitet werden. Dazu wurden vorher Glasfasermatten zugeschnitten und bereit gelegt. Beim Zuschnitt ist ein Mundschutz zu tragen sowie die Arbeit in einem gut durchlüfteten Raum durchzuführen, da beim Zuschnitt Microfasern ( ähnlich wie Asbest) austreten und sich in der Lunge absetzen können. Zunächst habe ich die Glasfasermatten ausgelegt und dann mit Kunstharz übergossen. Zum Verteilen verwendete ich eine schmale Rolle. Die Glasfasermatte soll richtig durchtränkt werden, wobei meistens ausreichend Kunstharz vorhanden ist, wenn die Matte in der Lösung schwimmt. Beim Aushärten sind eventuelle „ Laufstellen“ zu beachten. Tröpfchenbildung sollte vermieden werden. Zum besseren Beseitigen kann man die Tropfen etwas fest werden lassen und mit dem Messer dann gut abschneiden.

 

 

Literatur

 

BEHRE, A. (2000): Warum nicht aus Holz ? Der Meerwasseraquarianer 4 (3), 20 – 21.

 

 

 

 

 

 

Materialnachweis

Der Materialnachweis dient keinen Werbezwecken, sondern soll Nachahmern das Auffinden der Materialien erleichtern. Es existieren natürlich sicherlich noch mehrere Firmen, die das folgende Sortiment anbieten.

 

  1. Fiberglasgewebe, weiß (1,00 m x 1,00 m), Fa. Schellenberg, EAN 4003971 570035
  2. Lichtgitterplatten
  3. Spax-Schrauben 4×45
  4. Laminierharz von Schlösser & Cramer, Schallbruch 6, Haan-Ost, tel. 0202-274360
  5. Glasscheibe 5mm Floatglas, rundum poliert 43 x 83 cm von Lumler & Cox, Mühlenweg 2c, 47608 Geldern, tel. 02831-5627, www.lumlerundkox.de

Literaturdienst Meerwasser

Oktober 7

Es gibt eine Menge Publikationen zu interessanten meerwasserspezifischen Themen, die auch für uns Aquarianer, die sich zugegebener Maßen nur mit einem Ausschnitt aus der Vielfalt beschäftigen, interessant sein könnten. In anderen Fachzeitschriften existieren bereits Kurzfassungen von interessanten Artikeln und Büchern, die oftmals in sehr speziellen Zeitschriften veröffentlicht werden.

An dieser Stelle soll deshalb in loser Folge ein kleiner Einblick in diese Veröffentlichungen gegeben werden.

CHADWICK, D.-H. (2001): Im Reich der Korallen. Das große Barriereriff. National Geographic, Januar, 78 – 105.

DOUBILET, D. (2000): Das Korallenparadies.National Geographic, Januar, 30 – 62

Bericht über das Riff vor der Insel Sipadan, Nordost Borneo und generell über die Korallenbleiche. Sehr schöne Bilder von dem Meereswurm der Gattung Eunice, dem Kakadu Schaukelfisch und anderen Schönheiten.

Weitere Notizen:

  • BAUER, Raymond T (Uni Louisiana erforscht Liebesleben der Garnelen. Lysmata wurdemanii zu Beginn des Lebens mönlich, wechseln plötzlich ihr Geschlecht. Als Weibchen behalten sie ihre männlichen Sexualorgane
  • Heather Holden von der Nationaluniversität von Singapur entwickelte vor den Fidschis eine Methode, mit der man weltweit den Zustand von Korallen auswerten kann: durch Messung des Lichts, das gesunde Korallen reflektieren
  • Jerry Wellington (Uni Housten) vergleicht Korallen des Ostpazifiks mit denen des Westpazifiks. Er arbeitet 2 Jahre vor der Osterinsel
  • Edie Widder und Sonke Johnson fanden in 800 m Tiefe vor Atlantikküste des US Bundesstaates Maine einen Tintenfisch dessen Saugnäpfe sich zu Lichtquellen entwickelt haben, um sich gegenseitig Zeichen zu geben bzw. Beute anzulocken
  • Richard Aronson, Seelaboratorium Alabama, USA: Korallensterben vor Küste von Belize. Riffe werden von Hirschhornkoralle beherrscht. In letzten 25 Jahren ist sie von vielen Riffen verschwunden. Sie wurde ein Seuchenopfer. An diese Stelle trat Salatkoralle. Bohrkerne aus Riff entnommen. 3800 Jahre kann Geschichte zurückverfolgt werden. Aktuelle Vorgehen kein natürlicher Vorgang
  • Biologen der Uni Texas. Züchtung tropischer Fische im Labor. Erforschung der Ernährungsgewohnheiten der Larven und entdeckten nun in zwei Copepodenarten die geeignete Nahrung für ihre Aufzucht. National Geographic Februar 2000, 192
  • Yvonne Sadovy, Uni Hongkong untrsucht das Fortpflanzungsverhalten des Mandarinleierfisches. Sie hat es geschafft diese zu züchten. National Geographic Feb 2001
  • Helmut Schuhmacher, Essen und Werner Müller, Mainz kultivieren Schwämme mit pharmazeutisch nutzbarem Inhaltsstoffen. Schwefelschwämme (Verongia aerophoba) besitzen Stoffe, die den Krebs hemmen, Höhlenwächterschwämme (Dysidea avara) stoppen die Vermehrung von HI-Viren. Produkte des Zitronenschwammes (Cryptotethya crypta) bekämpfen Herpes. National Geographic April 2001
  • Firma Harbor branch Biomedical Marine Research, Bahamas: Mitarbeiter haben in 300 m Tiefe den Schwamm Discodermia dissoluta entdeckt. Daraus isolierten sie die Substanz Discodermolide, die effektiver ist als die in der Brustkrebsbekämpfung eingesetzte Substanz Paclitaxel. Aus 1 kg Schwamm kann man nur 15 mg Wirksubstanz gewinnen
  • Indonesische Forscher haben eine der schillerndsten Unterwasser Tierwelten entdeckt. Vor der Westküste des indonesischen Teils der Insel Neu Guinea fanden sie allein 52 bisher niemals gesehene Haie, Garnelen, Korallen und Anemonen. Jatna Supriatna. Artenvielfalt größer als Great Barrier Reef.

1. Trainmeuseler Dorffest am 25.08.17

Oktober 7

So schön kann es in einem Dorf sein. Da haben sich 6 Dörfler zusammengesetzt, und ein gemütliches Dorffest organisiert. Dazu wurde eine Stichstraße gesperrt. Ab 17 Uhr ging es bei strahlendem Wetter los. Von den knapp über 100 Einwohnern unseres Dorfes hatten sich über 80 Personen angemeldet – so eine Quote würden sich unsere Politiker für so manche Wahl gerne wünschen – und auch eingefunden. Jeder steuerte etwas zum Verzehr bei und so fanden unzählige Salate und Kuchen ihren Weg zum Buffet.

Zum Grillen wurden Steaks und Würstchen angeboten, die gegen einen Obulus verkauft wurden. Getränke und Besteck brachte jeder selber mit. Die angemeldeten Personen erschienen auch, manche sogar mit einem eigens dafür ausgestatteten T-Shirt. Dach Kuchenbuffet wurde gespendet. Ein Dank geht an Waltraud für Ihren herrlichen russischen Nusskuchen.


 

DER RUSSISCHE NUSSKUCHEN nach Waltraud

Für den Teig: 7 Eier, 200g Zucker, 1 Vanillezucker, 250g gemischte Walnüsse, 1 Löffel Semmelbrösel

Das Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Nüsse, Semmelbrösel und steifen Eischnee dazugeben. Bei 175 Grad auf der mittleren Schiene ca. 30 min backen lassen.

Für die Füllung: 250 ml Milch, 250g gem Walnüsse, 70g Butter, 180g Puderzucker, 3 EL 80%igen Rum, 250 ml Schlagsahne

Die Milch mit den Nüssen auf kleiner Flamme kochen bis die Masse dick ist. Bis zum Erkalten rühren. Butter mit Puderzucker und Rum schaumig schlagen und unter die Nußmasse unterheben. Nun steife Sahne dazugeben. Tortenboden einmal auseinanderschneiden und füllen. Nach dem Abkühlen außen bestreichen.


Das Wetter hielt sich bis zum Abend. Zahlreiche Blitze kündigten am Abend einen ungemütlichen Ausgang an. Verschiedene Wetterexperten hatten für verschiedene Gebiete Unwetter prognostiziert. Wir hatten jedoch gehofft, davon verschont zu bleiben, nachdem wir am Nachmittag bei Sonnenschein an den Tischen und Bänken Platz genommen hatten.

Letztendlich frischte ein unangenehmer Wind auf und wir beschlossen, den Abend zu beenden. Wir hatten gerade die Haustür erreicht als es zu regnen begann. Binnen Sekunden schwoll der Regen zu einem wahren Guß an und wir konnten uns ausmalen, wie die restlichen verbliebenen Partygäste fluchtartig das Weite gesucht haben.

starters – ein Science fiction Roman von Lissa Price

August 26

Lissa Prices Hauptfigur Callie lebt in einem Land nach einem verheerenden Krieg, der mit biologischen Waffen geführt wurde und viele Waisen produziert hat. Sie hat nur mit ihrem kleineren Bruder Tyler überlebt und fühlt sich nach dem Tod ihrer Eltern für ihn verantwortlich. Sie lebt mit ihm auf der Straße und kämpft ums Überleben – immer auch auf der Flucht vor den Marshalls.

Callie entdeckt, die Firma Prime Destinations, in der sie nur durch das zur Verfügung stellen ihres Körpers für einen bestimmten Zeitraum, viel Geld verdienen kann. Sie wittert hierin ihre Chance, ihrem Bruder und sich ein besseres Leben gönnen zu können und willigt ein. Die Firma ermöglicht reichen Enders, die bis zu 200 Jahre alt werden können, gegen ein hohes Entgeld, in einen jugendlichen Körper schlüpfen zu können, Doch bevor dies möglich ist, wird Callie entsprechend kosmetisch präpariert und bekommt einen Chip eingesetzt, der eine bestimmte Kontrolle durch die Firma ermöglicht. Die ersten kurzen Ausflüge sind erfolgreich. Doch dann soll sie ihren Körper einen Monat lang vermieten.  Erst dann wird die Summe ausbezahlt. Sie will eigentlich ihren Bruder nicht so lange im Stich lassen und willigt schließlich ein. Es geht jedoch etwas schief mit dem Chip und sie wacht nicht im Labor bei Prime Destinations  auf, sondern während Aktivitäten ihrer Mieterin Helena. Dazu kann sie auf einmal mit Helena Kontakt aufnehmen. Diese möchte einen Senator umbringen und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Am Anfang war die Geschichte etwas wirr erzählt, da die Autorin die Vorgeschichte bruchstückhaft im Handlungsstrang unterbringt. Ich wollte das Buch ab und zu beiseite legen. Doch dann wurde es ziemlich spannend und ich mußte es in einem Rutsch zu Ende lesen. Es gibt dazu noch eine Fortsetzung mit Namen “Enders”, die ich auf jeden Fall nun gerne in der Hoffnung lesen möchte, daß sich das letzte Geheimnis nun doch noch klärt. Was dies ist, müßt ihr selbst herausfinden…….

Lissa Price: starters. IVI (Imprint der Piper Verlag GmbH, München. ISBN 978-3-492-70263-8

 

Musikabend der Q11 des Fränkischen Gymnasiums Ebermannstadt

Juli 16

Für die Eltern, Freunde, Verwandte und Interessierte lud die aktuelle Jahrgangsstufe am 14 Juli zum Konzert in die Aula des Gymnasiums ein. Antonia Klaußner und Markus Godde führten souverän durch das Abendprogramm. Der Konrektor eröffnete mit kurzen Grußworten die Veranstaltung die bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Die Zuschauer erlebten einen Abend mit musikalischen Höchstleistungen. Verschiedene Schüler standen dazu im Duett oder auch Solo auf der Bühne und präsentierten Hits aus dem letzten Jahrhundert. Elena Kohlmann brillierte mit der Geige.

Julian Voll, ein Schüler der zukünftigen Q11, präsentierte das Lied ” Eye of the Tiger” auf der Gitarre. Die Griffe, die er dazu auf seinem Instrument tätigte waren schon ein wahrer Hingucker und ich hoffte immer, daß ihm auch die unterschiedlichen Töne gelingen mögen. Er meisterte das Stück mit Bravour, aber man konnte ihm die Erleichterung danach auch anmerken.

Die beiden engagierten Lehrer, Herr Karga und Herr Tausch, wurden gebührend gefeiert, da sie das Gmynasium mit Ende des Schuljahres verlassen werden. Die Schüler bedankten sich für deren unermüdliches Engagement in den letzten Jahren.

Zum Abschluß stand dann fast die gesamte Stufe auf dem Podest und bildete somit den Höhepunkt zum Schluß der Veranstaltung.

Es war ein sehr schönes Konzert und wir sind froh darüber, dabei gewesen zu sein.

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Drittes Kräuterfest bei Becher in Ebnath

Juli 15

Die Gärtnerei Becher in Ebnath ist nicht nur ein regional sehr bekannter biologisch arbeitender Kräuterspezialist, sondern zählt auch zu den Kunden der ersten Stunden des Erdenwerks Neulandhum Rommel GmbH & Co. KG mit Sitz in Wachenroth-Buchfeld.

Zum dritten Mal luden Richard Becher und seine Frau zum Kräuterfest nach Ebnath ein. Verschiedene Aussteller unterstützten die beiden engagierten Gärtner bei ihrem Vorhaben. Neben kulinarischen Köstlichkeiten und einer überaus empfehlenswerten Käse-Sahne Torte gab es eine Künstlerin, die Metall Windspiele feil bot, sowie einen Natursteinspezialisten sowie einen Küchenkräuter Anbieter.

Die Gärtnerei bietet ein sehr breites Sortiment an und ist sehr gemütlich eingerichtet. Am Eröffnungstag war das Wetter recht wechselhaft. Einige Böen waren ein willkommener Test der verschiedenen Zelte. Leider hielten die beiden Zelte der Firma Neulandhum und auch das über die Kasse gespannte Zelt in ähnlicher Konstruktionsart den Dauerangriff des Windes nicht stand und gaben am Nachmittag nacheinander auf. Es war nicht uninteressant zu sehen, wie der Wind die Stangen zusammendrücken kann. Lediglich das stabile und auch fast 1000 EUR teure Zelt der Küchenkräuter Anbieter hielt tapfer den Böen stand und stellte die stabile Kontruktion unter Beweis.

Die Besucher ließen sich indes nicht schocken und trotzten den leichten Wetterkapriolen. So wechselten etliche Pflanzen und Gegenstände die Besitzer und sorgten für einen gelungenen Auftakt der Veranstaltung.

Nachfolgend einige Eindrücke vom erlebnisreichen Eröffnungstag.

Ptilotus exaltatus `Joey`

Stand von Neulandhum vor der heftigen Windböe

Stand von Neulandhum gegen Ende der Veranstaltung

Blumenerde eignet sich auch für kreative Kinder

Duftgeranien in Hülle und Fülle

Gemüse darf nicht fehlen

Einblick in eines der Gewächshäuser

Herr Becher inmitten seiner Kundschaft

Ausgemusterte Möbel eignen sich hervorragend für diverse Bepflanzungen

 

 

 

Tag der offenen Gärtnerei in Bamberg 2017

April 30

 

Wieder einmal war es soweit. Der Tag der offenen Gärtnerei in Bamberg nahte und das Wetter spielte verrückt. Im letzten Jahr hatten wir mit Schneeschauern zu kämpfen. In diesem Jahr sah die Prognose besser aus. Es sollte zumindest keinen Regen geben, aber wechselhaft sein.

Neu  war für Neulandhum die Präsentation an einem neuen Standort. Wir waren zu Gast in der alteingesessenen Gärtnerei von Karl und Theresia Dechant. Hinter dem historischen Gemäuer des Wohnhauses verbirgt sich die Gärtnerei.

Zum Tag der Gärtnerei wurde eine Tombola angeboten, bei der man durch das Drehen eines Rades Preise gewinnen konnte. Außerdem gab es neben den zahlreichen verschiedenen Beet- und Balkonpflanzen verschiedene Balkonkasten Kreationen zu bewundern. Dabei wurden auch andersfarbige Kästen feil geboten.

spezielle Balkonkästen

Natürlich durfte auch das Bamberger Kräuterkörbla nicht fehlen. Eine hervorragende Marketingidee der Bamberger Gärtner.

Am Stand von Neulandhum konnten sich die Besucher einen Überblick über verschiedene Zuschlagsstoffe in den verschiedenen Erden verschaffen und außerdem haptisch die Stoffe erkunden. Beachtung fanden auch die ausgestellten Varianten der Neulandhum Fachhandelslinie in Form der Pflanzerde und Blumenerde.

Glücklicherweise regnete es dieses Mal nicht. Allerdings bewegten sich die gefühlten Temperaturen eher Richtung Gefrierpunkt. Trotzdem war der Andrang groß und man ließ sich sogar nieder, um den kulinarischen Genüssen in Form von Kuchenspezialitäten einer ortsansässigen Bäckerei zu frönen. Für Liebhaber eher deftiger Speisen war der Partyservice Jansen zugegen, der ein wirklich außerordentlich leckeres Gemüsepfännchen sowie diverse Fleischgerichte anbot. Doch auch Liebhaber der Bratwurst konnten sich vor Ort verwöhnen lassen.

Insgesamt war es ein erfolgreicher Tag, auch wenn der Sinnespfad angesichts der Temperaturen nicht gerade gut besucht war.

mit nackten Füßen über den Sinnespfad

Weitere Impressionen zeigen die folgenden Bilder

Wer nun neugierig auf einen Besuch ist, der folgt dem Link zur Gärtnerei und läßt sich inspirieren

Gärtnerei & Floristik Karl Dechant

Froschbörse Marktheidenfeld 2016

November 6

Seit Jahren findet die unter Terrarianern beliebte Froschbörse Anfang November im Hotel “Zur schönen Aussicht” in Marktheidenfeld statt. Gleichzeitig wird die Jahreshauptversamlung der DGHT (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terraristik) durchgeführt. Bereits im letzten Jahr wollte ich die Börse besuchen und dieses Jahr hat es endlich funktioniert.

Trotz regnerischen Wetters war die Börse gut besucht. Der Eintrittspreis von 5 EUR ist mehr als gerechtfertigt, da man nach der Börse auch Vorträge anhören darf. Neben einem Raum mit Zubehörartikeln gab es einen weiteren Raum mit unseren Pfleglingen.  Es gab die gesamte Bandbreite von Fröschen zu sehen, wobei man auch Raritäten ausmachen konnte.

Angela und Dr. Michael Liebich präsentierten Nachzuchten von Minyobates steyermarki, die sie nur in gute Hände mit der Option zur Weiterzucht abgeben wollten. Am Ursrungsstandort auf einem Tepui in Venezuela hat man mit Goldgräberei die Standorte zu nichte gemacht. Nach Ansicht von Dr. Liebich ist der Frosch bereits ausgestorben. In Europa gibt es nur 3 Personen, die sich mit der Zucht beschäftigen. Somit ist sein Ansatz zu verstehen, die Tiere nur an Züchter abzugeben. Allerdings muß man dazu mit einer Gruppe beginnen, da die Geschlechter optisch nicht zu differenzieren sind und erst mit Ertönen der Laute eindeutig nachweisbar sind.

Seine Frösche haben den Vorzug in einem Gewächshaus leben zu dürfen und bekommen eine Nachtabsenkung bis ca. 15-18 Grad. Dies ist aus seiner Sicht, die wichtigste Komponente.

Es waren auch eine Reihe privater Anbieter zugegen. Eine Firma reiste sogar aus Ungarn an und präsentierte sämtliche Dendrobaten sowie Exemplare von Engystomops pustulosus. Dieser Tungara Frosch gehört auch nicht zu den häufig anzutreffenden Exemplaren.

Schade war eigentlich, daß die reine Börse nur von 11 – 13.30 Uhr angesetzt war und fast schon 1 Std. vorher mit dem Abbau begonnen wurde. Hier sollte doch auch der Austausch im Mittelpunkt stehen. Ich hatte das Gefühl, daß ein schnelles “Abräumen” der angebotenen Frösche das Ziel war. Dies ist natürlich auch an die Froschhalter gerichtet.

Trotzdem würde ich diese Börse wieder besuchen, obwohl ich die angebotenen Vorträge nicht wahrgenommen habe. Sicherlich waren auch dieses Mal interessante Themen dabei. Ich werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein.

 

 

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

November 4

Jonas Jonasson hat ein Buch über seinen Helden Allan Karlsson verfaßt, das man nicht mehr aus den Händen legen möchte. Die Titelauswahl ist dabei schon sehr spektakulär, da sehr lang und noch als vollständiger Satz verfaßt.

Natürlich macht es neugierig auf den Hundertjährigen, der in seinem betagten Alter noch aus dem Fenster steigen kann. Wohin will er, was hat er vor. Diese Gedanken kommen doch unweigerlich jedem Leser. Jonasson schreibt in zwei Erzählsträngen. Im ersten Strang gelangt Allan Karlsson  per Zufall in Situationen, die in einem kleinen Kriminalfall münden. Diese kleine Geschichte wird immer durch Rückblenden unterbrochen, in denen Jonasson sein Leben Revue passieren läßt. Dabei schafft es Karlsson sogar bei zahlreichen weltgeschichtlichen Ereignissen indirekt im Hintergrund mitzuwirken.

Jonasson hat es geschafft, die ungeheuren Zufälle miteinander so zu verstricken, das man als Leser es sich kaum vorstellen kann, wie solch ein Mensch mit dieser heftigen Lebensgeschichte überhaupt noch 100 Jahre alt werden kann.

Es war ein genüßliches Lesevergnügen und ich bin doch sehr gespannt auf die anderen Schätze des Herrn Jonasson……

 

JONASSON, J. (2009): Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. carl`s book, München.  413 S. ISBN 978-3-570-58501-6

 

 

 

Goethe – Der Manager

Juni 19

Georg Schwedt, seines Zeichens Prof. der Chemie und offensichtlich Kenner der Historie des Johann Wolfgang von Goethe hat ein sehr detailreiches Buch über Goethes organisiertes Leben geschrieben, indem sich viele Parallelen zu heutigen Managementtechniken wiederfinden lassen.

Schon immer tauchte die Frage auf, wie dieser Mann diese enorme schöpferische Leistung durchsetzen konnte. Natürlich spielte dabei seine vermögende Herkunft eine Rolle, die ihn direkt in die höheren Sphären beförderte. Allerdings ist es doch in heutiger Zeit verwunderlich, wie jemand auf so vielen unterschiedlichen und z.T. wissenschaftlichen Gebieten erfolgreich sein konnte. Schwedt gibt einen Einblick in seinen durchstrukturierten Arbeitsalltag, bei denen offenbar wird, wie stark seine Umgebung mit in seine Prozesse eingebunden war. Dabei verfügte er über Schreiber, die für ihn niederschrieben und den Haushalt organisierten und ihm auch zu Gesprächen zur Verfügung standen. Er bot ihnen Entwicklungsmöglichkeiten und war nicht nur jemand, der seine “Schützlinge” in eine Richtung drängte.

Darüberhinaus verfügte er in Herzog Carl-August einen Gönner und Mäzen. Nach seinem juristischen Studium begann er sein Netzwerk aufzubauen. Sein umfangreicher Schriftwechsel mit verschiedensten Persönlichkeiten führte mit Sicherheit dazu, sein Beziehungsgeflecht zu stabilisieren und erfolgreich auszubauen.

Das kleine Büchlein macht nach der Lektüre auf jeden Fall Lust darauf, mehr zu erfahren.

SCHWEDT, G. (2009): Goethe – Der Manager. Wiley VCH-Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim. 213 S. ISBN 978-3-527-50369-8

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