seltener Anblick
Allgemein / 18. Juni 2012

Eine besondere Augenweide fand ich in der Nähe der niederländischen Stadt Bergschenhoek. Dort wurden an einem Weg überdimensionale farbige Töpfe platziert. Die Bäume in den Töpfen weisen auf die wahre Größe hin. Auf jeden Fall eine nette Idee.

Giersch (Aegopodium podagraria) – das leckere Wildkraut
Botanik / 13. Juni 2012

Wer kennt ihn nicht – den Giersch. Wenn von ihm die Rede ist, kann jeder Gartenbesitzer in das hohe Klagelied mit einstimmen. Denn mit Sicherheit geht es in dem Gespräch dann um den wahnsinnigen Ausbreitungswillen dieser Pflanze, die sich nicht durch Abernten der Triebe in ihrem Drang stoppen läßt. Die unterirdischen Ausläufer werden eher durch das Abreißen der Triebe in ihrem Wachstum bestärkt. Auch wir haben leidvolle Erfahrungen mit dieser Pflanze sammeln können. Allerdings kann ihr der benachbarte Schneefelberich (Lysimachia clethroides) Paroli bieten und sie unterdrücken. Nichtsdestotrotz sind Jungpflanzen bereits in unseren Rasen vorgedrungen. Unsere schiere Verzweiflung ist nun in eine kulinarische Idee umgeschlagen. Wenn er sich so vehement gegen seine Vernichtung aus unserem Gartenreich stemmt, müssen wir das Biomassepotential einfach nutzen. So fanden wir ein Rezept, das wir just am heutigen Tage ausprobierten und das allen Familienmitgliedern gefiel. In einer Sahnesoße kombiniert mit Nudeln entfaltete er nochmals seine kulinarische Größe. Für alle, die nun gespannt sind, nachfolgend das Rezept. Vielleicht auch eine gute Halbzeit-Mahlzeit für das heutige EM Fußballspiel zwischen Deutschland und Holland… 100 g Giersch, 1 mittlere Zwiebel, Knoblauch, 4 Tomaten, 2 x 200g Sahne und Nudeln  

Ausstellung “Sinnesorgane und Medien”
Allgemein / 12. Juni 2012

Wer einen Blick in Ekhard Lehmanns Wohnung erhaschen durfte, gerät unweigerlich ins Schwelgen. Nicht nur das Schwelgen in Begeisterung, sondern auch das Schwelgen in Erinnerungen. Die Erinnerung an technische Errungenschaften des 20 Jahrhunderts. Der ehemalige Lehrer hat sich einem Sisyphus Projekt verschrieben, denn er möchte den Kindern und Jugendlichen die Entwicklung der Medien zeigen. Dazu sammelt er sämtliche Geräte, Maschinen von ersten Nachbildungen, Fotos über analogen Fotoapparaten bis hin zu digitalen Kameras, von den Anfängen der Computer bis zu den heutigen High End Maschinen. Bei ihm finden sich auch noch Schreibmaschinen, auf denen ich noch fleißig das 10 Finger System üben durfte und mich jedes Mal über die schwergängige Umschalttaste geärgert hatte. Zu allen Maschinen werden verständliche Betriebsanleitungen verfasst, um den späteren Besuchern im Detail die Faszination vermitteln zu können. Denn für sein ehrgeiziges Projekt werden noch Räumlichkeiten und Sponsoren gesucht. In seinem unscheinbaren Zweifamilienhaus belegen die Exponate mittlerweile schon eine Etage. Wenn Sie. lieber Leser, eine betagte Maschine noch ihr Eigen nennen oder lustige Anekdoten zum Thema Medien beitragen können, sind Sie herzlich eingeladen, mit Herrn Lehmann in Kontakt zu treten. Die Ausstellung umfaßt bisher folgende Themen: Teil 1: Auge, Optik und optische Medien Teil2: Ohr, Akustik und akustische…

eichelhäher – Die Zeitschrift der B.U.N.D Ortsgruppe Heiligenhaus
Allgemein / 1. Juni 2012

Die Anfang der 80er Jahre gegründete Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND genannt in Heiligenhaus hat gleich zu Beginn ihrer Existenz eine eigene kleine Zeitschrift herausgegeben. Der “Eichelhäher” beinhaltete sowohl kommunale als auch überregionale Themen. Dazu gab es einen Sonderdruck mit Terminen. Als ich mich im BUND engagierte, wurde die Zeitschrift von Frank Ochsenfeld in der Hauptverantwortung gestaltet und gemanagt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie aufwändig die damalige Gestaltung war. Es wurde noch richtig ausgeschnitten und geklebt, denn der Computer steckte noch in den Kinderschuhen. Als ich später mit Herrn Lange die Hauptverantwortung übernahm, gab es schon die ersten 286er bzw. 386er Prozessoren. Wir arbeiteten damals mit einer der ersten Pagemakerversionen und hatten sogar Dank meines Nachbarn einen kleinen Handscanner zur Verfügung, der unendlich lange benötigte, um etwas zu scannen. Da ich alle Ausgaben gescannt habe, bevor ich die Originale nach Düsseldorf ins Archiv gegeben habe, möchte ich dem an der Umweltschutz-Historie interessierten Menschen, diese zur Kenntnis bringen. Nachfolgend finden sich somit sämtliche mir zur Verfügung stehenden Ausgaben.   Nachfolgend die Ausgaben des “Termin – Eichelhähers”              

Straßenschuhe in der Wohnung ?
opinio / 1. Juni 2012

Na wie haltet Ihr es, wenn ihr zu Besuch seid. Ich wette, dass in den meisten Fällen die Schuhe angelassen werden. Warum eigentlich. Stinken die Füße ? oder sind die Löcher peinlich, die sich gähnend dem neugierigen Betrachter zeigen würden. Sicherlich fällt vor der Entscheidung die Schuhe auszuziehen ein Blick auf den Boden und das Gehirn prüft schnell die Art des Bodenbelages. Die Frage ist natürlich auch, ob hochwertige Teppiche im Flur wirklich alle Besucher die Entscheidung treffen lassen, die Schuhe auszuziehen. Jeder kennt die Situation. Ein Besucher tritt ein, sieht das Hausherr bzw. Hausherrin sich in Pantoffeln oder ähnlichem fortbewegen und strengt sich gerade an, die Schuhe auszuziehen, da ertönt es. Die Schuhe sind doch sauber, lassen Sie an. Nun warum lässt man den Besucher nicht die Schuhe ausziehen, denn optisch sauber, heißt noch lange nicht ohne Mikroorganismen etc. Ekelhaft finde ich es, wenn der beschuhte Besuch auf die Badezimmervorleger im Bad  tritt, auf dem die Wohnungsinhaber gewöhnlich auf nackten Füßen herumlaufen. Natürlich kann man diese Utensilien auch vor der Ankunft des Besuches in Sicherheit bringen, aber bitteschön, ein wenig mitdenken schadet doch nicht. Sicherlich wird man die Frage Schuhe anlassen oder ausziehen situationsbezogen beurteilen. Auf einer Fete im…

Eine gewöhnliche Fahrt zu einer Weihnachtsfeier
opinio / 1. Juni 2012

Es ist Vorweihnachtszeit und so stehen wieder zahlreiche Weihnachtsfeiern auf dem Programm. So auch in unserer Firma. Man hatte nach Düsseldorf geladen. Zunächst um 19 Uhr am „Uerige“ und dann um 20 Uhr  ab zum „Schiffchen“. Bereits 1,5 Std. vor der vereinbarten Zeit war ich auf der Autobahn 40 Richtung Duisburg unterwegs, glücklich es rechtzeitig geschafft zu haben. Das letzte Mal war ich vor Jahren in Düsseldorf. Die Fahrtroute hatte ich aus Zeitmangel mir nicht mehr angesehen und war der Auffassung, den Weg noch zu finden. Ich erreichte Düsseldorf noch weit vor der Zeit. Zunächst ließ ich mich von den Schildern Richtung Altstadt leiten, befand mich einige Zeit jedoch in Bilk wieder. Von dort aus musste ich auf Nachfrage bei einem Passanten wieder umkehren. Schließlich erblickte ich das Schauspielhaus und die aus der Vergangenheit vertrauten Gegebenheiten. Von dort aus war es nur ein Katzensprung bis zur Altstadt. Doch nun begann das Martyrium. Wo soll ich nun parken. Die Seitenstraßen quollen über vor Autos, die mal mehr oder weniger korrekt parkten. Angesichts dieser ausweglosen Lage entschloß ich mich wieder Richtung Schauspielhaus zu fahren in der Hoffnung, dass sich die Parksituation mit zunehmendem Abstand zur Altstadt entspannen würde. Nach einigem Suchen erspähte…

Moll-Häuser in Straelen – Schandfleck oder armseliges Gerangel
Allgemein / 1. Juni 2012

Nach Peter Lauster wird unsere Seele zu wenig beachtet. Sie steht in Konkurrenz zum Idol-Ich, dem Normen-Ich, der Ratio und dem Körper. Obwohl sie in unserer Gesellschaft eigentlich der Herr sein sollte, ist sie nur der Diener. Für mein Empfinden ist das Normen-Ich der gewaltigste Einflussnehmer in unserem Verhalten. Jedwede Handlung ist vom Einfluß von außen geprägt. Die Ratio versucht die von der Gesellschaft vorgegebenen Normen zu erfüllen und sich danach zu verhalten. Die Bemerkung, dass alles andere, das nicht in das Normen-Ich hineinpasst als aussätzig, exzentrisch beurteilt wird wird am Beispiel der Moll-Häuser in Straelen deutlich. Der Wirbel um die in der Mehrzahl von ausländischen Mitbürgern bewohnten Gebäude hat nur zum Schein mit den Gebäuden und der Wartung zu tun. Das Treiben der Bewohner wird mit Argusaugen beobachtet. Fest steht, dass man bei schönem Wetter die Bewohner vor den Türen im Vorgarten findet. Alle scheinen miteinander fröhlich zu kommunizieren. Es gibt keine persönlichen Schutzbarrieren. Jeder kennt jeden und dies schweißt zusammen. Diese offene Art der Bewohner scheint einigen Straelenern Schmalspurdenkern nicht zu gefallen. Die Bewohner fallen mit ihrer fröhlichen Einstellung zur Last. Man kann es nicht einschätzen. Dieses Verhalten befindet sich außerhalb eines Normen-Ichs. Die Stadt hat die Häuser…

Neues vom Nikolaus
opinio / 1. Juni 2012

Eine schöne Tradition findet sich zuweilen am Niederrhein um den 6 Dezember, wenn ein rotummantelter Gesell mit einem langen weißen Bart, einer schweren Mütze, einem noch schwereren, dicken Buch und einem langen Stab durch die Lande zieht und den Kleinsten unserer Gesellschaft einen Besuch abstattet. Begleitet wird er von einem verhüllten Engel und einem doch recht irdisch aussehenden Feuerwehrmann. Obwohl erst im zweiten Jahr dabei aktiv habe ich doch einige Dinge erlebt über die es sich lohnt nachzudenken. Eine scheinbar ebenso lange Tradition scheint es dabei zu sein, den Kleinsten ihr allerliebstes Stück – den Schnuller  oder die Trinkflasche – durch den Nikolaus wegnehmen zu lassen. Da fragt dann auch schon einmal ein Vater sein zweijähriges Kind, ob der Nikolaus den Schnuller wegnehmen darf. Dabei fällt es niemanden auf einmal über dieses Verhalten nachzudenken. Es wird von einem Kleinkind verlangt, über diese weitreichende Entscheidung nachzudenken. Dabei sei einmal dahingestellt, dass der Schnuller kein Ersatz für die weibliche Brust darstellt, an der sich das Kind beruhigen kann und auch Nähe finden kann. Doch wenn dieses neuweltliche Instrument menschlicher Bedürfnisbefriedigung in dieser Funktion verwendet wird und bei dem Kind einen entsprechenden Stellenwert einnimmt wird doch folgerichtig die Wegnahme wie ein Diebstahl bewertet….

Neulich im Supermarkt
opinio / 1. Juni 2012

Wie wir Männer nun mal so sind. Unterwegs entpuppt sich das Frühstück als zu mager und der Hunger macht sich in der Magengrube breit. Ein schneller Blick ins Brieftäschchen lässt die Schweißperlen auf die Stirm treiben, denn kein einziges Geldstück ist zu sehen. Tabula rasa eben. Verzweifelt kreisen die Gedanken nur um das Thema Essen. Wie komme ich nun bloß an etwas Nahrhaftes zu essen ? Da fällt mir ein, dass man ja im Supermarkt mit Karte bezahlen kann. Also hüpfe ich schnell in den nächstgelegenen Markt hinein und besorge mir ein leckeres Fladenbrot mit etwas Käse dazu. Auf dem Weg zur Kasse frage ich eine Mitarbeiterin, ob Kartenzahlung möglich ist und erhalte ein freundliches „Ja“ zurück. Doch an der Kasse folgt schnell die Ernüchterung. Die aus dem hinteren Ladenteil herbeigerufene Kassiererin blickt mich völlig entgeistert an, als sie für meinen Einkauf im Wert von 2,15 EUR die EC-Karte entgegengestreckt bekommt. Ich solle doch für 10 EUR mindestens Ware kaufen. Da sie die Einstellungen des Kassenautomaten nicht zurücksetzen kann, empfiehlt sie mir, schnell etwas zu besorgen. Sie wollte so lange warten. Auf dem Weg ins Innere des Supermarktes drücke ich mich an der Warteschlange hinter mir vorbei und bin hoch…

Von Autofahrern und Nachtgebeten
opinio / 1. Juni 2012

Was ist des Deutschen liebstes Kind ? Natürlich das Auto. Ein vortreffliches Klischee, aber es stimmt noch immer. Besonders an Wochenenden und vor Feiertagen sieht man sie in Scharen zu den Tankstellen ausschwärmen. Dort wird dann das Auto gewaschen, gesaugt und abgestaubt, poliert und gewachst, um dann das Ergebnis aller Welt zu zeigen. Besonders zur sonnigen Sommerzeit sieht man sie die zahlreichen Coupés und Oldtimer. Zu diesen Oldtimern zählt inzwischen auch schon der legendäre Opel Manta. Wer erinnert sich noch an die Zeit, in der die Manta-Witze grassierten und manche Friseuse zur Weißglut trieb. Dazu passend möchte ich Euch an dieser Stelle das „ Nachtgebet eines unbekannten Autofahrers“ nicht vorenthalten, das ich während der Durchsicht alter Unterlagen gefunden habe. Leider ist der Texter mir unbekannt.     Das Manta Unser Manta unser, der Du heizt auf der Piste Deine Schnelligkeit komme Dein Fuchsschwanz wehe wie in Essen so auch hier. unser täglich Power gib uns heute und vergib uns unsere Goldkettchen wie auch wir vergeben unseren Friseusen und führe uns nicht in `ne Radarfalle sondern Erlöse uns von den Bullen. denn Dein ist die Straße und die Kraft und die Schnelligkeit in Ewigkeit. Boh eh. Dieser Beitrag wurde im Juli…