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Die Schraube und das Ventilkelchunterteil

Alles fing ganz harmlos an. Ein Leck im Spülenunterschrank brachte mich als Haushandwerker auf den Plan. Der Verursacher war schnell ausgemacht. Die Konterschraube, die den Ventilkelch mit dem unterhalb der Spüle befindlichen Ventilkelchunterteil verband, war abgeschert. Zunächst versuchte ich im Baumarkt Ersatz zu finden. Ich wurde weiter zum Möbelhaus in die dortige Küchenabteilung verwiesen. Dort wurde die Restekiste hervorgeholt. Auch dort war keine Schraube mehr vorhanden. Allerdings fanden sich dort einige Ablaufsets mit Ventilkelchunterteil, Ventilkelch, Dichtung und natürlich der verbindenden Schraube. Ich nahm dies mit und fuhr nach Hause. Die Schraube des Ablaufsetes paßte nicht. Dies war kein Nachteil, da ich feststellen mußte, daß sich die alte Schraube auch unter Zuhilfenahme einer Zange nicht aus dem Kunststoffgehäuse lösen ließ. Also mußte sowieso ein umfangreicher Ersatz her. Zudem fand sich in dem Ventilkelchunterteil ein mehrere Millimeter starker Biofilm. Den sollte ich vielleicht mal mikroskopieren. Also war der Entschluß schnell gefaßt. Das Ablaufset wird eingesetzt.

Ich probierte das Ablaufset aus und es zeigte sich, daß es passte. Allerdings entdeckte ich dann, daß sich an dem Ventilkelchunterteil zwei Ausgänge für einen Abfluß befanden. Ich brauchte jedoch nur einen Ausgang. Ich beschloss also, eine Verschlußkappe zu besorgen. Zurück im Möbelmarkt fragte ich den Verkäufer in der Küchenabteilung nach einem Verschluß. In der Restekiste fand sich jedoch kein Teil. Im Baumarkt fand ich eine Kappe von 1 Zoll Größe und war der Auffassung, daß diese passen mußte. Zu Hause stellte ich jedoch fest – sie paßte nicht. Nun schickte ich meine Frau zu einem in der Nähe befindlichen Küchenstudio. Sie nahm das Ventilkelchunterteil an sich und fuhr zu dem Studio. Als sie zurückkam berichtete sie, daß der Monteur z.Zt. nicht anwesend sei und sich später melden würde. Im weiteren Verlauf meldete sich besagter Monteur mit der Nachricht, eine Verschlußkappe zu haben. Da die Zeit jedoch fortgeschritten war, mußten wir den Vorgang auf den folgenden Tag verschieben. Meine Frau fuhr nun zu dem Studio, um die Verschlußkappe zu besorgen. Sie kam lediglich mit einem ordinären Kunststoffring zurück, für den man ihr sage und schreibe 10 EUR abgenommen hatte. Der Ring war natürlich ohne Wirkung, da eventuelles Überschusswasser immer noch nicht zurückgehalten werden konnte. Nun fuhr ich zu dem Studio und ließ mir die 10 EUR erstatten. Im Baumarkt angekommen fand ich zusammen mit dem Verkäufer einen Metallverschluß von 1,5 Zoll. Zu Hause mußte ich jedoch feststellen, daß dieser auch nicht passte. Zu guter Letzt kam ich auf die Idee, Zubehörteile für die Gartenbewässerung zu besorgen und siehe da. Es fand sich eine Möglichkeit, meinen Ablauf an dem Ventilkelchunterteil zu verschließen. Allerdings etwas umständlich, da ich dazu 2 PE Schraubverschlüsse, einen PE-Schlauch und eine PVC Kappe benötigte. Summa sumarum lag ich nunmehr bei etwa 12 EUR für die bisherigen Materialkosten, ohne die Fahrt- und Arbeitskosten zu berechnen. Da hätte ich dann auch einfacher ein Ablaufset mit nur einem Abfluß im Baumarkt für 13,49 EUR kaufen können. Aber wie heißt es so schön – Hinterher ist man immer schlauer.

Plexiglas – Acrylglas – Experimente

Per Zufall geriet ich an Plexiglas oder auch Acrylglas. Letzterer Name ist doch recht täuschend, da es sich um einen Kunststoff und nicht um Glas handelt. Ich konnte einige Reststücke erwerben. Dazu gab man mir einen Acrylkleber. Spontan entschied ich mich dazu, ein Terrarium von den gleichförmigen Reststücken zu bauen. Im Baumarkt kaufte ich dazu noch ein Silikon, das mit Acryl harmoniert.

Da ich mit meinem gewählten Sägeblatt für die Stichsäge noch unsicher war, besorgte ich mir ein feines Metallblatt. Während des Sägens beließ ich die Schutzfolie auf dem Plexiglas. Schon nach wenigen Zentimetern meines Sägeversuchs platzte es in dem Glas und es sah aus, wie ein schnell größer werdender Hefeteig. Ich hatte durch meine Ziehbewegung der Stichsäge das Plexiglas motiviert, zu schmilzen. Die Schmelze verband sich schnell mit der Umgebung und obwohl ich soeben eigentlich gesägt hatte, war der Schnitt wieder fest. Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis auf dem Material und auch auf dem Blatt meiner Stichsäge.

Sägeblatt

 

 

In der Mitte die zugeklebte Naht.

Ich darf laut Anleitung nicht die Stichsäge drücken, sondern soll sie von alleine laufen lassen. Dies werde ich im nächsten Schritt noch probieren und darüber hier berichten.

 

Die nachfolgenden Informationen stammen vom Hersteller, der Firma Röhm, wobei diese Broschüren nach meinem Empfinden detailreicher sind als die neuen Broschüren.

 

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