Literaturdienst Meerwasser

7. Oktober 2017

Es gibt eine Menge Publikationen zu interessanten meerwasserspezifischen Themen, die auch für uns Aquarianer, die sich zugegebener Maßen nur mit einem Ausschnitt aus der Vielfalt beschäftigen, interessant sein könnten. In anderen Fachzeitschriften existieren bereits Kurzfassungen von interessanten Artikeln und Büchern, die oftmals in sehr speziellen Zeitschriften veröffentlicht werden.

An dieser Stelle soll deshalb in loser Folge ein kleiner Einblick in diese Veröffentlichungen gegeben werden.

CHADWICK, D.-H. (2001): Im Reich der Korallen. Das große Barriereriff. National Geographic, Januar, 78 – 105.

DOUBILET, D. (2000): Das Korallenparadies.National Geographic, Januar, 30 – 62

Bericht über das Riff vor der Insel Sipadan, Nordost Borneo und generell über die Korallenbleiche. Sehr schöne Bilder von dem Meereswurm der Gattung Eunice, dem Kakadu Schaukelfisch und anderen Schönheiten.

Weitere Notizen:

  • BAUER, Raymond T (Uni Louisiana erforscht Liebesleben der Garnelen. Lysmata wurdemanii zu Beginn des Lebens mönlich, wechseln plötzlich ihr Geschlecht. Als Weibchen behalten sie ihre männlichen Sexualorgane
  • Heather Holden von der Nationaluniversität von Singapur entwickelte vor den Fidschis eine Methode, mit der man weltweit den Zustand von Korallen auswerten kann: durch Messung des Lichts, das gesunde Korallen reflektieren
  • Jerry Wellington (Uni Housten) vergleicht Korallen des Ostpazifiks mit denen des Westpazifiks. Er arbeitet 2 Jahre vor der Osterinsel
  • Edie Widder und Sonke Johnson fanden in 800 m Tiefe vor Atlantikküste des US Bundesstaates Maine einen Tintenfisch dessen Saugnäpfe sich zu Lichtquellen entwickelt haben, um sich gegenseitig Zeichen zu geben bzw. Beute anzulocken
  • Richard Aronson, Seelaboratorium Alabama, USA: Korallensterben vor Küste von Belize. Riffe werden von Hirschhornkoralle beherrscht. In letzten 25 Jahren ist sie von vielen Riffen verschwunden. Sie wurde ein Seuchenopfer. An diese Stelle trat Salatkoralle. Bohrkerne aus Riff entnommen. 3800 Jahre kann Geschichte zurückverfolgt werden. Aktuelle Vorgehen kein natürlicher Vorgang
  • Biologen der Uni Texas. Züchtung tropischer Fische im Labor. Erforschung der Ernährungsgewohnheiten der Larven und entdeckten nun in zwei Copepodenarten die geeignete Nahrung für ihre Aufzucht. National Geographic Februar 2000, 192
  • Yvonne Sadovy, Uni Hongkong untrsucht das Fortpflanzungsverhalten des Mandarinleierfisches. Sie hat es geschafft diese zu züchten. National Geographic Feb 2001
  • Helmut Schuhmacher, Essen und Werner Müller, Mainz kultivieren Schwämme mit pharmazeutisch nutzbarem Inhaltsstoffen. Schwefelschwämme (Verongia aerophoba) besitzen Stoffe, die den Krebs hemmen, Höhlenwächterschwämme (Dysidea avara) stoppen die Vermehrung von HI-Viren. Produkte des Zitronenschwammes (Cryptotethya crypta) bekämpfen Herpes. National Geographic April 2001
  • Firma Harbor branch Biomedical Marine Research, Bahamas: Mitarbeiter haben in 300 m Tiefe den Schwamm Discodermia dissoluta entdeckt. Daraus isolierten sie die Substanz Discodermolide, die effektiver ist als die in der Brustkrebsbekämpfung eingesetzte Substanz Paclitaxel. Aus 1 kg Schwamm kann man nur 15 mg Wirksubstanz gewinnen
  • Indonesische Forscher haben eine der schillerndsten Unterwasser Tierwelten entdeckt. Vor der Westküste des indonesischen Teils der Insel Neu Guinea fanden sie allein 52 bisher niemals gesehene Haie, Garnelen, Korallen und Anemonen. Jatna Supriatna. Artenvielfalt größer als Great Barrier Reef.

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