Steilster Weinberg Deutschlands – Der Calmont
opinio / 23. Oktober 2012

Ein Artikel in der Rheinischen Post hat mich auf den steilsten Weinberg Deutschlands aufmerksam gemacht (TÜLLMANN 2004).  Schön archiviert im Ordner „Ausflugsziele“ fristete nun der Artikel sein Dasein. Zwischendurch wurde er wiederentdeckt und dann reifte der Plan. Dazu ergab sich die günstige Konstellation, dass sich mein Bruder in der näheren Umgebung niedergelassen hat. Die Umsetzung erfolgte dann im Mai. Die erste gemeinsame Unternehmung seit Verlassen des Elternhauses ohne Anhang sollte diese Exkursion sein. Die Wetteraussichten waren für diesen Tag alles andere als gut. Erst gegen Mittag sank die Regenwahrscheinlichkeit auf 30%. Diese Aussage eines Internet Wetteranbieters ließ die Hoffnung aufkeimen, die Planung tatsächlich umzusetzen. So fuhren wir dann gemütlich ins Städtchen Bremm an der Mosel. Von dem Parkplatz im Zentrum, der direkt links neben der Durchgangsstraße liegt weist die Beschilderung den Weg. Hinter der Kirche folgt der zunächst gemächliche Anstieg bis zum Beginn des Klettersteigs. Der Beginn des Klettersteigs wird durch eine steil emporragende Treppe markant in Szene gesetzt. Dort befindet sich auch eine Hinweistafel auf die möglichen Unbillen, die den Wanderer in der Folge erwarten können. Die eingehende Begutachtung der Szenerie löste bei meinem Bruder doch eine gewisse Skepsis ob der nun auf ihn zukommenden Strapazen aus, wobei er…

Geburtshaus – Traum der Niederkunft – Geburt einmal anders erlebt
opinio / 23. Oktober 2012

Die meisten Kinder kommen in Deutschland im Krankenhaus zur Welt. Doch nicht weit über unsere Grenzen hinweg in den Niederlanden hat sich das Verhältnis zwischen Krankenhaus  und Hausgeburten bzw. Geburtshaus umgekehrt. Die Ursache für die hohe Zahl von Krankenhausgeburten lässt sich nur vermuten. Vielleicht liegt eine Ursache in dem Glauben an die perfekte Medizin, die eine reibungslose Geburt durch einen hohen Aufwand apparativer Technik und hoher ärztlicher Kunst in Aussicht stellt. Es könnte aber auch sein, dass tradierte Verhaltensweisen übernommen werden, denn der Einfluß des direkten Umfeldes wird auch eine Rolle spielen. Hausgeburten oder Geburten im Geburtshaus sind dann eher die Seltenheit als die Regel.   Als uns bekannt wurde, dass in Geldern ein Geburtshaus eröffnet hat, war für uns sofort klar, dass wir unsere zweite Geburt dort erleben wollten. Die Villa Dullstein ist ein alterwürdiges Gebäude, Baujahr 1936, im schönen Ortsteil Veert umgeben von einem riesigen Garten. Die beiden erfahrenen Hebammen, Agens Tebarts und Lucie Bald bieten dort ein umfangreiches Begleitprogramm zur Geburt an. Im Wechsel mit unserem Gynäkologen wurden dort die Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Die Räume sind allesamt sehr stilvoll,  in sehr warmen Farbtönen, gehalten. Ein standardisiertes und eher abschreckend wirkendes `Krankenhaus Weiß` sucht man dort vergebens. Als bei…

Straßenschuhe in der Wohnung ?
opinio / 1. Juni 2012

Na wie haltet Ihr es, wenn ihr zu Besuch seid. Ich wette, dass in den meisten Fällen die Schuhe angelassen werden. Warum eigentlich. Stinken die Füße ? oder sind die Löcher peinlich, die sich gähnend dem neugierigen Betrachter zeigen würden. Sicherlich fällt vor der Entscheidung die Schuhe auszuziehen ein Blick auf den Boden und das Gehirn prüft schnell die Art des Bodenbelages. Die Frage ist natürlich auch, ob hochwertige Teppiche im Flur wirklich alle Besucher die Entscheidung treffen lassen, die Schuhe auszuziehen. Jeder kennt die Situation. Ein Besucher tritt ein, sieht das Hausherr bzw. Hausherrin sich in Pantoffeln oder ähnlichem fortbewegen und strengt sich gerade an, die Schuhe auszuziehen, da ertönt es. Die Schuhe sind doch sauber, lassen Sie an. Nun warum lässt man den Besucher nicht die Schuhe ausziehen, denn optisch sauber, heißt noch lange nicht ohne Mikroorganismen etc. Ekelhaft finde ich es, wenn der beschuhte Besuch auf die Badezimmervorleger im Bad  tritt, auf dem die Wohnungsinhaber gewöhnlich auf nackten Füßen herumlaufen. Natürlich kann man diese Utensilien auch vor der Ankunft des Besuches in Sicherheit bringen, aber bitteschön, ein wenig mitdenken schadet doch nicht. Sicherlich wird man die Frage Schuhe anlassen oder ausziehen situationsbezogen beurteilen. Auf einer Fete im…

Eine gewöhnliche Fahrt zu einer Weihnachtsfeier
opinio / 1. Juni 2012

Es ist Vorweihnachtszeit und so stehen wieder zahlreiche Weihnachtsfeiern auf dem Programm. So auch in unserer Firma. Man hatte nach Düsseldorf geladen. Zunächst um 19 Uhr am „Uerige“ und dann um 20 Uhr  ab zum „Schiffchen“. Bereits 1,5 Std. vor der vereinbarten Zeit war ich auf der Autobahn 40 Richtung Duisburg unterwegs, glücklich es rechtzeitig geschafft zu haben. Das letzte Mal war ich vor Jahren in Düsseldorf. Die Fahrtroute hatte ich aus Zeitmangel mir nicht mehr angesehen und war der Auffassung, den Weg noch zu finden. Ich erreichte Düsseldorf noch weit vor der Zeit. Zunächst ließ ich mich von den Schildern Richtung Altstadt leiten, befand mich einige Zeit jedoch in Bilk wieder. Von dort aus musste ich auf Nachfrage bei einem Passanten wieder umkehren. Schließlich erblickte ich das Schauspielhaus und die aus der Vergangenheit vertrauten Gegebenheiten. Von dort aus war es nur ein Katzensprung bis zur Altstadt. Doch nun begann das Martyrium. Wo soll ich nun parken. Die Seitenstraßen quollen über vor Autos, die mal mehr oder weniger korrekt parkten. Angesichts dieser ausweglosen Lage entschloß ich mich wieder Richtung Schauspielhaus zu fahren in der Hoffnung, dass sich die Parksituation mit zunehmendem Abstand zur Altstadt entspannen würde. Nach einigem Suchen erspähte…

Neues vom Nikolaus
opinio / 1. Juni 2012

Eine schöne Tradition findet sich zuweilen am Niederrhein um den 6 Dezember, wenn ein rotummantelter Gesell mit einem langen weißen Bart, einer schweren Mütze, einem noch schwereren, dicken Buch und einem langen Stab durch die Lande zieht und den Kleinsten unserer Gesellschaft einen Besuch abstattet. Begleitet wird er von einem verhüllten Engel und einem doch recht irdisch aussehenden Feuerwehrmann. Obwohl erst im zweiten Jahr dabei aktiv habe ich doch einige Dinge erlebt über die es sich lohnt nachzudenken. Eine scheinbar ebenso lange Tradition scheint es dabei zu sein, den Kleinsten ihr allerliebstes Stück – den Schnuller  oder die Trinkflasche – durch den Nikolaus wegnehmen zu lassen. Da fragt dann auch schon einmal ein Vater sein zweijähriges Kind, ob der Nikolaus den Schnuller wegnehmen darf. Dabei fällt es niemanden auf einmal über dieses Verhalten nachzudenken. Es wird von einem Kleinkind verlangt, über diese weitreichende Entscheidung nachzudenken. Dabei sei einmal dahingestellt, dass der Schnuller kein Ersatz für die weibliche Brust darstellt, an der sich das Kind beruhigen kann und auch Nähe finden kann. Doch wenn dieses neuweltliche Instrument menschlicher Bedürfnisbefriedigung in dieser Funktion verwendet wird und bei dem Kind einen entsprechenden Stellenwert einnimmt wird doch folgerichtig die Wegnahme wie ein Diebstahl bewertet….

Neulich im Supermarkt
opinio / 1. Juni 2012

Wie wir Männer nun mal so sind. Unterwegs entpuppt sich das Frühstück als zu mager und der Hunger macht sich in der Magengrube breit. Ein schneller Blick ins Brieftäschchen lässt die Schweißperlen auf die Stirm treiben, denn kein einziges Geldstück ist zu sehen. Tabula rasa eben. Verzweifelt kreisen die Gedanken nur um das Thema Essen. Wie komme ich nun bloß an etwas Nahrhaftes zu essen ? Da fällt mir ein, dass man ja im Supermarkt mit Karte bezahlen kann. Also hüpfe ich schnell in den nächstgelegenen Markt hinein und besorge mir ein leckeres Fladenbrot mit etwas Käse dazu. Auf dem Weg zur Kasse frage ich eine Mitarbeiterin, ob Kartenzahlung möglich ist und erhalte ein freundliches „Ja“ zurück. Doch an der Kasse folgt schnell die Ernüchterung. Die aus dem hinteren Ladenteil herbeigerufene Kassiererin blickt mich völlig entgeistert an, als sie für meinen Einkauf im Wert von 2,15 EUR die EC-Karte entgegengestreckt bekommt. Ich solle doch für 10 EUR mindestens Ware kaufen. Da sie die Einstellungen des Kassenautomaten nicht zurücksetzen kann, empfiehlt sie mir, schnell etwas zu besorgen. Sie wollte so lange warten. Auf dem Weg ins Innere des Supermarktes drücke ich mich an der Warteschlange hinter mir vorbei und bin hoch…

Von Autofahrern und Nachtgebeten
opinio / 1. Juni 2012

Was ist des Deutschen liebstes Kind ? Natürlich das Auto. Ein vortreffliches Klischee, aber es stimmt noch immer. Besonders an Wochenenden und vor Feiertagen sieht man sie in Scharen zu den Tankstellen ausschwärmen. Dort wird dann das Auto gewaschen, gesaugt und abgestaubt, poliert und gewachst, um dann das Ergebnis aller Welt zu zeigen. Besonders zur sonnigen Sommerzeit sieht man sie die zahlreichen Coupés und Oldtimer. Zu diesen Oldtimern zählt inzwischen auch schon der legendäre Opel Manta. Wer erinnert sich noch an die Zeit, in der die Manta-Witze grassierten und manche Friseuse zur Weißglut trieb. Dazu passend möchte ich Euch an dieser Stelle das „ Nachtgebet eines unbekannten Autofahrers“ nicht vorenthalten, das ich während der Durchsicht alter Unterlagen gefunden habe. Leider ist der Texter mir unbekannt.     Das Manta Unser Manta unser, der Du heizt auf der Piste Deine Schnelligkeit komme Dein Fuchsschwanz wehe wie in Essen so auch hier. unser täglich Power gib uns heute und vergib uns unsere Goldkettchen wie auch wir vergeben unseren Friseusen und führe uns nicht in `ne Radarfalle sondern Erlöse uns von den Bullen. denn Dein ist die Straße und die Kraft und die Schnelligkeit in Ewigkeit. Boh eh. Dieser Beitrag wurde im Juli…

Unmögliche Autofahrer
opinio / 1. Juni 2012

Letztens auf der Autobahn. LKW Unfall und eine auslaufende, unbekannte Flüssigkeit. Es wird die Feuerwehr gerufen, die jedoch Schwierigkeiten hat, zum Unfallort vorzudringen, da die Autofahrer nur sehr langsam die Fahrbahn räumen. Dabei wird schon den Fahrschülern beigebracht, dass bei einem Stau eine Mittelgasse für Rettungskräfte freizulassen ist. Glücklicherweise konnte noch während der Anfahrt zum Unfallort Entwarnung gegeben werden. Auch wenn hier weitere Rettungskräfte entgegen der Fahrtrichtung hätten auffahren können, vergehen in so einem Fall wertvolle Minuten, die beispielsweise für eine eingeklemmte Person zur Todesfalle werden können. Mir ist nicht klar, wie ignorant die meisten Autofahrer hier agieren. Man sollte sich einmal vergegenwärtigen, man wäre selbst die Hauptperson in diesem Drama. Dabei gilt auch vor Baustellen diese Regelung. Eine Mittelgasse kann hier für Rettungsfahrzeuge, die die Autobahn als schnellen Anfahrweg zur Einsatzstelle nutzen, vorteilhaft sein. Im übrigen können Autofahrer auch rote Ampeln überfahren, um Rettungskräften freie Bahn zu gewähren.  Dies kann sich immer dann als sinnvoll erweisen, wenn die dahinter befindlichen Fahzeuge keine Möglichkeit haben, dem nahenden Rettungsfahrzeug Platz zu schaffen, da sie z.B. auf den Vordermann zu dicht aufgefahren sind, oder die jeweilige Lage ein Ausweichen nicht zulässt. Dabei muß natürlich ein langsames Hineintasten in die jeweilige Kreuzung stattfinden,…