{"id":63,"date":"2012-06-01T18:33:45","date_gmt":"2012-06-01T18:33:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hortiblog.de\/?p=63"},"modified":"2012-06-01T18:33:45","modified_gmt":"2012-06-01T18:33:45","slug":"eine-gewohnliche-fahrt-zu-einer-weihnachtsfeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ramsauer.be\/?p=63","title":{"rendered":"Eine gew\u00f6hnliche Fahrt zu einer Weihnachtsfeier"},"content":{"rendered":"<p>Es ist Vorweihnachtszeit und so stehen wieder zahlreiche Weihnachtsfeiern auf dem Programm. So auch in unserer Firma. Man hatte nach D\u00fcsseldorf geladen. Zun\u00e4chst um 19 Uhr am \u201eUerige\u201c und dann um 20 Uhr\u00a0 ab zum \u201eSchiffchen\u201c.<\/p>\n<p>Bereits 1,5 Std. vor der vereinbarten Zeit war ich auf der Autobahn 40 Richtung Duisburg unterwegs, gl\u00fccklich es rechtzeitig geschafft zu haben. Das letzte Mal war ich vor Jahren in D\u00fcsseldorf. Die Fahrtroute hatte ich aus Zeitmangel mir nicht mehr angesehen und war der Auffassung, den Weg noch zu finden. Ich erreichte D\u00fcsseldorf noch weit vor der Zeit. Zun\u00e4chst lie\u00df ich mich von den Schildern Richtung Altstadt leiten, befand mich einige Zeit jedoch in Bilk wieder. Von dort aus musste ich auf Nachfrage bei einem Passanten wieder umkehren. Schlie\u00dflich erblickte ich das Schauspielhaus und die aus der Vergangenheit vertrauten Gegebenheiten. Von dort aus war es nur ein Katzensprung bis zur Altstadt. Doch nun begann das Martyrium. Wo soll ich nun parken. Die Seitenstra\u00dfen quollen \u00fcber vor Autos, die mal mehr oder weniger korrekt parkten. Angesichts dieser ausweglosen Lage entschlo\u00df ich mich wieder Richtung Schauspielhaus zu fahren in der Hoffnung, dass sich die Parksituation mit zunehmendem Abstand zur Altstadt entspannen w\u00fcrde. Nach einigem Suchen ersp\u00e4hte ich dennoch eine Parkl\u00fccke, auf der anderen Fahrbahnseite. Mit quietschenden Reifen zog ich eine Kurve, um dann schnell r\u00fcckw\u00e4rts in die L\u00fccke zu fahren. Der Platz befand sich direkt zur Auffahrt zu irgendeinem kulturellen Geb\u00e4ude. Als ich gerade gl\u00fccklich und zufrieden austeigen wollte, hupte jemand hinter mir. Der freundliche Autofahrer hinter mir, sa\u00df\u00a0 aus welchem Grund auch immer, noch in seinem Fahrzeug und teilte mir mit, dass ich in einer Einfahrt parken w\u00fcrde. Ich lie\u00df mich \u00fcberzeugen, dass der Radius f\u00fcr Fahrzeuge, die die Einfahrt nutzen wollten, durch mein Fahrzeug entscheidend eingeschr\u00e4nkt werden w\u00fcrde. Ein wenig deprimiert versuchte ich nun in der Folge in den nun folgenden Seitenstra\u00dfen. Dabei wurde ich durch die Verkehrsregelung gezwungen, umst\u00e4ndliche Umwege in Kauf zu nehmen, um \u00fcberhaupt in die Seitenstra\u00dfen zu gelangen. Als sich eine ganze Zeit lang sp\u00e4ter der Kreis schlo\u00df und ich wieder an \u201emeiner\u201c Parkl\u00fccke vor\u00fcberfuhr, musste ich ern\u00fcchternd feststellen, dass dieser Platz nun besetzt war und der Herr in dem Fahrzeug dahinter auch nicht mehr in seinem Fahrzeug sa\u00df. Wahrscheinlich sa\u00df er nunmehr mit seinem Freund bei einem sch\u00f6nen Bier in der Kneipe. Was lernen wir aus der Geschicht. Lasse Dich nicht allzu leicht \u00fcberreden. Die nun aufkeimenden Gedanken aus seinen Reifen einen schweizer K\u00e4se zu machen, verdr\u00e4ngte ich schnell wieder, da ein Blick auf die Uhr mir nun anzeigte, dass ich bereits den Treffzeitpunkt \u00fcberschritten hatte und ich den Aperitif nun bereits vergessen konnte. Nun beschlo\u00df ich zum Rheinufer zu fahren, um dort nach einer Parkm\u00f6glichkeit Ausschau zu halten. Doch ehe ich mich versah befand ich mich auf der Br\u00fccke nach Oberkassel Richtung Neuss. Abbiegen war \u00fcberall verboten. So entfernte ich mich zusehends von der Altstadt. Die ersten Hinweisschilder Richtung Neuss tauchten auf bis ich zu einer radikalen Methode griff und entgegen der Vorschriften in einem waghalsigen Man\u00f6ver nun die Initiative ergriff und eine Wendung wie in einem guten Krimi vollzog. Als ich wieder \u00fcber die Br\u00fccke fuhr, konnte ich die illuminierte Altstadt in einem sch\u00f6nen Panorama genie\u00dfen. Ich wurde jedoch j\u00e4h aus meinen Tr\u00e4umen gerissen, da ich abbiegen musste, um zum Ufer zu gelangen. Auf der Uferstra\u00dfe entschied ich mich zun\u00e4chst wieder von der Altstadt wegz Richtung Rheinterrassen zu fahren, doch \u00fcberall Parkscheinautomaten und besetzte Parkpl\u00e4tze. Jetzt wollte ich doch noch einmal die Gegenrichtung erkunden. Schnell war ich im Tunnelsystem. Im Tunnel gab es sogar einen Abzweig ins Parkhaus, das sogar noch frei war. Ich beschlo\u00df diese M\u00f6glichkeit anzunehmen falls ich auf der anderen Seite des Tunnels nicht f\u00fcndig werden w\u00fcrde. Da nach dem Tunnelsystem schon die ersten Schilder des Stadtteils Bilks im S\u00fcden auftauchten, verlie\u00df mich der Mut. Also wieder hinein in die R\u00f6hre und ich wollte mich meinem Schicksal ergeben, in einem Parkhaus zu enden. Vorteil war sicherlich der danach nur kurze Weg in die Altstadt. Als ich jedoch vor der Schranke meine Aufwartung machte, traf mich der Blitz als ich auf die Preistafel blickte: 2,40 EUR\/Std und f\u00fcr jede angefangene Stunde weitere 2,40 EUR. Aber nat\u00fcrlich, wem dies noch nicht reichte, der kann ja f\u00fcr \u00fcber 17 EUR eine Tageskarte kaufen. Die Bierliebhaber und den geneigten Lesern werden jetzt sicherlich alles in Alt beim Uerige umrechnen. Nicht mit mir. Ein letztes Aufb\u00e4umen in mir und ich beschlo\u00df nun wieder von der Altstadt wegzufahren. Irgendwo mu\u00df es doch noch kostenfreie Parkpl\u00e4tze geben. Wieder an den Rheinterrassen vorbei und schlie\u00dflich siehe da, freie Parkpl\u00e4tze so weit das Auge reicht. Meine Augen streifen hastig der B\u00fcrgersteigkante entlang auf der Suche nach einem Parkscheinautomaten. Nein nichts. Tats\u00e4chlich weit und breit kein Verbotsschild, keine Schranke einfach nichts. Es ist wie Weihnachten, es wird warm ums Herz. Mit Schwung rase ich in die L\u00fccke, obwohl dies gar nicht n\u00f6tig war, da links und rechts alles freie Pl\u00e4tze waren. Frohen Mutes nahm ich nun den Fu\u00dfmarsch in Angriff, der mich in nur 15 min zum Uerigen f\u00fchrte. P\u00fcnktlich um 20 Uhr setzte ich meine F\u00fc\u00dfe \u00fcber die Schwelle des \u201eSchiffchens\u201c. Wie sagte schon Goethe: Hoffen ist besser als Verzweifeln&#8230;..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde im Dezember 2006 auf dem opinio Portal ver\u00f6ffentlicht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Vorweihnachtszeit und so stehen wieder zahlreiche Weihnachtsfeiern auf dem Programm. So auch in unserer Firma. Man hatte nach D\u00fcsseldorf geladen. Zun\u00e4chst um 19 Uhr am \u201eUerige\u201c und dann um 20 Uhr\u00a0 ab zum \u201eSchiffchen\u201c. 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