{"id":305,"date":"2013-10-09T19:31:01","date_gmt":"2013-10-09T19:31:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hortiblog.de\/?p=305"},"modified":"2013-10-09T19:31:01","modified_gmt":"2013-10-09T19:31:01","slug":"hauffe-eine-familie-mit-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ramsauer.be\/?p=305","title":{"rendered":"Hauffe &#8211; eine Familie mit Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Es ist zuweilen doch recht verwunderlich welche historischen Sch\u00e4tze in diversen Kellern und auf Dachb\u00f6den lagern.<\/p>\n<p>Die Familie Hauffe verf\u00fcgt \u00fcber einen Stammbaum, der bis ins Jahr 1500 zur\u00fcckreicht. Aus der wechselvollen Historie sind Fotodokumente und Schriftst\u00fccke aus dem 19 Jahrhundert noch erhalten.<\/p>\n<p>Johann Carl Heinrich, genannt Carl Hauffe, verdanken wir eine kurze 3,1\/4 seitige Aufzeichnung \u00fcber sein abwechslungsreiches Leben. Darin beschreibt er, unter welchen Umst\u00e4nden er zun\u00e4chst Haus Cappan bei J\u00fcterbog im Jahre 1809 pachtete.\u00a0 Er beschwerte sich dar\u00fcbe, da\u00df die Schafe R\u00e4ude hatten und die Wolle ungleich gewachsen war. Doch nicht nur die Tiere waren in einem erb\u00e4rmlichen Zustand, sondern auch die \u00c4cker &#8222;verqueckt und entkr\u00e4ftet&#8220;. Durch die Heirat am22. Februar 1810 konnte er seine Schuldenlast reduzieren, allerdings nahm ihm der Krieg, der in der Gegend um J\u00fcterbog im Herbst 1812 bzw. Fr\u00fchjahr 1813 durch marodierende Truppenteile sein Unwesen trieb, sein ganzes Hab und Gut. So schreibt er:<\/p>\n<p>&#8222;Was ich am Leibe an einem Leibrock, Hoose, Weste, von W\u00e4sche 1 Hemd, war mir geblieben, meiner Frau nur was sie auf dem Leibe hatte,&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Gute Freunde, wie der &#8222;Post-Meister Baltzer&#8220; halfen ihm mit einem Kredit wieder auf die F\u00fc\u00dfe. 1815 verl\u00e4ngerte er die Pachtzeit um 12 Jahre. In der Folge erzielte er gute Ernten und Erhielt gute Margen auf seine Produkte. Zwischen 1828 und 1829 kaufte er Cappan\u00a0 und 1830 die Heinrichsdorfer Heide.<\/p>\n<p>Durch Einf\u00fchrung der Schlagwirtschaft 1844 erlitt er Verluste. Seine S\u00f6hne konnten jedoch sp\u00e4ter von der Einf\u00fchrung profitieren. Zum Abschlu\u00df berichtete er \u00fcber den Erfolg seiner Kindheit, mahnte diese aber auch die Notleidenden und Eltern anzuerkennen &#8222;&#8230;Aber auch anerkennen vor Gott und ihren sorgenden Eltern, sich der nothleidenden Geschwistern und deren v erarmten Kindern h\u00e4lfent anzunehmen, und nicht so stumpf und theilnahmslos auf Nothleidende niederblicken, dann wird der Segen auf sie und ihre Kinder \u00fcbergehen, auch bescheiden sich nicht alles genossene Gl\u00fcck seiner alleinigen Klugheit zuschreiben, sondern Gottes Segen gl\u00fccklichen Konkunkturen usw&#8230;..&#8220;<\/p>\n<p>Der Bericht ergibt f\u00fcr mich einen sehr interessanten Einblick in die damalige Zeit.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-305 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ramsauer.be\/?attachment_id=311'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ramsauer.be\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/dierke-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ramsauer.be\/?attachment_id=312'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ramsauer.be\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/schloss-neuenburg-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-312\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-312'>\n\t\t\t\tim Neuenburger Schlo\u00df\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.ramsauer.be\/?attachment_id=313'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.ramsauer.be\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ch-hauffe-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-313\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-313'>\n\t\t\t\tCarl &#8211; Heinrich Hauffe\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Das Gruppenbild der Damen wurde vermutlich im Neuenburger Schlo\u00df bei Zetel (Friesland) aufgenommen. Nach Informationen von Brigitte Hauffe, Neuenburg, sitzt in der zweiten Reihe von links an Position 5 eine Frau Koch, die einen Schuhladen in Neuenburg f\u00fchrte. Wir vermuten, dass die Aufnahme um 1920 entstand.<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckseite der Visitenkarte des Majors Siegfried Dierke, ist das Datum 27.07.1898 mit dem Ort Wittenberg vermerkt.<\/p>\n<p>Wer weitergehende Informationen geben kann, kann sich per mail an: ramsauer@hortiservice.de wenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist zuweilen doch recht verwunderlich welche historischen Sch\u00e4tze in diversen Kellern und auf Dachb\u00f6den lagern. Die Familie Hauffe verf\u00fcgt \u00fcber einen Stammbaum, der bis ins Jahr 1500 zur\u00fcckreicht. Aus der wechselvollen Historie sind Fotodokumente und Schriftst\u00fccke aus dem 19 Jahrhundert noch erhalten. 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