{"id":24,"date":"2012-05-24T20:43:58","date_gmt":"2012-05-24T20:43:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hortiblog.de\/?p=24"},"modified":"2012-05-24T20:43:58","modified_gmt":"2012-05-24T20:43:58","slug":"mobbing-belastung-fur-den-betrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ramsauer.be\/?p=24","title":{"rendered":"Mobbing &#8211; Belastung f\u00fcr den Betrieb"},"content":{"rendered":"<p>In den Medien werden t\u00e4glich Horrormeldungen \u00fcber neue Arbeitslosenzahlen verbreitet. Die Arbeitslosigkeit ist in aller Munde. Auch das Wort Sparen h\u00e4tte es verdient als Unwort des Jahres gew\u00e4hlt zu werden. Die gesamtwirtschaftliche Situation f\u00fchrt unweigerlich zu einem Klima der Angst in den Betrieben. Welches Unternehmen trifft es am n\u00e4chsten ? Welche Auswirkungen sind damit auf die Region verbunden ? Ist wom\u00f6glich die eigene Branche davon indirekt betroffen ? Steht der eigene Arbeitsplatz zur Disposition? Welche Branche trifft es am n\u00e4chsten. Narzi\u00dfmus, Selbsterhaltungstrieb und Egoismus erhalten Auftrieb.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Gesamtsituation spiegelt auch das intraspezifische Verhalten im Betrieb wieder. Unweigerlich versuchen Mitarbeiter in eine \u00f6kologische Nische vorzudringen. Einer Nische, aus der sie nicht mehr so ohne weiteres verdr\u00e4ngt werden k\u00f6nnen. Dem Konkurrenzkampf entweichen, sich unentbehrlich machen, hei\u00dft die Devise. Die Umgebung wird be\u00e4ugt. Neulinge haben es schwer, zumal dann, wenn Sie \u00fcber eine h\u00f6herqualifizierte Ausbildung verf\u00fcgen und somit die Gefahr besteht, da\u00df bestimmte Positionen mit ihnen besetzt werden k\u00f6nnten. Das Gef\u00fchl, da\u00df diese Personen potentielle Aspiranten auf eine bestimmte Position sind, die man selber gerne inne h\u00e4tte, macht sie zur bedrohlichen Gefahr.<\/p>\n<p>Der Ausweg liegt dann darin, den unbequemen Eindringling, der sich vielleicht auch zu viel interessiert und \u00fcberall Fragen beantwortet haben will, die bisher noch nicht gestellt wurden, aus dem Weg zu r\u00e4umen. Dazu werden dann zun\u00e4chst Verb\u00fcndete gesucht. Vordergr\u00fcndig sind die Anstifter nicht dingfest zu machen. Die ersten Ger\u00fcchte \u00fcber den Neuzugang werden in Umlauf gebracht. Kurz vor der ersten Beurteilung trudeln denn auch die verschiedensten Situationsberichte \u00fcber Verhaltensweisen des Neuzugangs beim Vorgesetzten ein. Sachlich und emotionsneutrale Vorgesetzte befragen den so Geschm\u00e4hten und konfrontieren ihn mit den Anschuldigungen, um ihm eine Chance zur Kl\u00e4rung zu geben. Oftmals sind es banale Sachverhalte, die nicht w\u00fcrdig sind diskutiert zu werden. Dabei kann man denn auch dem Ph\u00e4nomen der \u201estillen Post\u201c begegnen. Nachdem eine Kurzgeschichte mehrere Mitarbeiter passiert hat, kann man feststellen, da\u00df der Output nicht mehr dem Input entspricht, obwohl die Bedingung Input=Output vor Beginn des Spiels zur Bedingung gemacht wurde. Die Objektivit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten wird nicht immer von jedem Vorgesetzten gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Die Belastung f\u00fcr den Betrieb beinhaltet die herabgesetzte Leistungsf\u00e4higkeit der Mitarbeiter. Die Vorstellung durch Teamarbeit motivierend auf ein positives Betriebsergebnis hinzuarbeiten bleibt damit Traumziel. Mitarbeiter, die den gr\u00f6\u00dften Teil der Arbeitszeit damit verbringen, andere Mitarbeiter bei Kollegen zu denunzieren, arbeiten suboptimal. Auswirkungen sind auch auf den Betroffenen selbst zu sp\u00fcren. Nach der Abwehr einer Anschuldigung wird er sich in Zukunft vorsichtiger verhalten und mehr taktieren, um diesem Problem zu entgehen. Dies kann nicht im Interesse des Unternehmens sein, denn ein offener kritischer Mitarbeiter deckt Problemfelder auf. Durch Kritik, die nicht unbedingt sofort konstruktiv sein mu\u00df, sondern auch als \u201eaufmerksam machen\u201c auf ein besonderes Problem verstanden werden kann, werden im Unternehmen Schw\u00e4chen offensichtlich gemacht, die bisher der Entdeckung harrten. Das wirkliche Problem sind eher Mitarbeiter, denen ein Problem durchaus bekannt ist, die aber aus Furcht vor anstrengenden Ver\u00e4nderungen, sich nicht \u00e4u\u00dfern. Au\u00dferdem wollen sie vielleicht davon betroffene Kollegen nicht in Schwierigkeiten bringen. In Zeiten zunehmender Arbeitsplatzunsicherheit wird nach dem Prinzip \u201eLeben und leben lassen\u201c gehandelt.<\/p>\n<p>Die K\u00fcndigung eines vermeintlichen \u201eQuerulanten\u201c scheint dann der einzige f\u00fcr den Arbeitgeber m\u00f6gliche Ausweg. Dieser Akt bildet den idealen N\u00e4hrboden f\u00fcr Ger\u00fcchte in der Gesellschaft, die mit pr\u00e4judizierenden Aussagen schnell bei der Hand ist. Dies kann bei labiler Grundhaltung schnell zu depressiven Zust\u00e4nden f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein weitererWehmutstropfen f\u00e4llt dann, wenn man die Jurisprudenz f\u00fcr diese itraspezifischen Kalamit\u00e4ten bem\u00fchen mu\u00df, um eine Richtigstellung des Sacherhalts zu erreichen. Denn die Kosten f\u00fcr die Gerichtsbarkeit tr\u00e4gt, ob Recht oder Unrecht, immer der Arbeitnehmer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Medien werden t\u00e4glich Horrormeldungen \u00fcber neue Arbeitslosenzahlen verbreitet. 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